Aus der Forschung: Ofatumumab

30. August 2019 | Kategorie: Nachrichten zu Medikamenten

Ofatumumab der Firma Novartis zeigt in zwei Kopf-an-Kopf-Studien der Phase III in der Indikation Multiple Sklerose Überlegenheit gegenüber Aubagio®.

Novartis hat die Zulassung von Arzerra® in einer onkologischen Indikation (CLL) in 2016 zurückgezogen und gleichzeitig bekannt gegeben, den monoklonalen Antikörper in der MS Indikation neu zu untersuchen.

Wie Ocrelizumab (Ocrevus) der Firma Roche ist Ofatumumab ein monoklonaler Antikörper mit einem spezifischen Wirkmechanismus, der gezielt gegen CD20-positive B-Zellen gerichtet ist. CD20-positive B-Zellen spielen in der Pathophysiologie der MS eine zentrale Rolle.

Ofatumumab befindet sich noch in der klinischen Entwicklung: Ofatumumab (OMB157) ist ein vollständig humaner monoklonaler Anti-CD20-Antikörper (mAb), der durch eine einmal monatliche subkutane Injektion selbst verabreicht wird. Ofatumumab wirkt, indem es an das CD20-Molekül auf der B-Zell-Oberfläche bindet und eine starke B-Zell-Lyse und -Depletion induziert. Positive Phase-IIb-Ergebnisse bei MS-Patienten wurden 2014 vorgestellt und zeigten eine deutliche signifikante Reduktion der Anzahl neuer Hirnläsionen in den ersten 24 Wochen nach der Verabreichung von Ofatumumab. Novartis hat im August 2016 ein Phase-III-Programm für Ofatumumab in RMS gestartet. Novartis erhielt im Dezember 2015 von Genmab die Rechte für Ofatumumab in allen Indikationen, einschließlich MS. (Quelle: Novartis)

Ende August gab das Unternehmen positive Ergebnisse bekannt. Im Folgenden findet sich der Link zu der (englischen) Pressemeldung von Novartis:

Novartis ofatumumab demonstrates superiority versus Aubagio® in two head-to-head Phase III multiple sclerosis studies

Autor: JF

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