DMSG-Forschungsförderung 2021: Genderspezifische Aspekte der MS

29. September 2021 | Kategorie: Medien - Für Sie gelesen

Der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft engagiert sich, zusammen mit Ärzten, Wissenschaftlern, Erkrankten, Angehörigen und allen Interessierten, die Erforschung der Multiplen Sklerose (MS) voranzutreiben. Dafür hat er eine Forschungsförderung ins Leben gerufen.

Die Ursache der MS ist leider immer noch nicht geklärt. Frauen erkranken im Verhältnis 2:1 häufiger an Multipler Sklerose als Männer. Das Verhältnis bei der primär chronisch progredienten Form ist hingegen fast 1:1. Warum dies so ist, konnte bis heute noch nicht abschließend beantwortet werden. Neben genetischen Aspekten kommen sowohl hormonelle wie auch Aspekte ….

Im Rahmen der Ausschreibung sollen Forschungen zu genderspezifischen Aspekten der MS gefördert werden, um einerseits unser Wissen zu erweitern und andererseits Erkenntnisse zu erhalten, ob und ggf. wie sich das Geschlecht auf den Verlauf der MS auswirken kann.

Prof. Dr. med. Judith Haas: „Viele Fragen zu geschlechts- spezifischen Einflüssen noch unbeantwortet“

„Viele Fragen zu geschlechtsspezifischen Einflüssen auf das Risiko, an MS zu erkranken, den Verlauf der Erkrankung und auch das Ansprechen auf Immuntherapien sind noch unbeantwortet“, erklärt Prof. Dr. med. Judith Haas, Vorsitzende der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. „MS-Erkrankte wollen wissen, welche Rolle die Hormone spielen. Welche Faktoren schützen vor MS und welche beeinflussen die Erholung nach den Schüben? Auf diese und noch viel mehr Fragen in der Forschung Antworten zu finden, die möglicherweise Grundlage von wegweisenden Empfehlungen werden, diese Hoffnung verbinden wir mit diesem Forschungsthema.“

Bis zu 100.000 Euro/Projekt für maximal 24 Monate

Im jährlichen Ausschreibungsturnus werden exzellente Projekte aus angewandter oder klinischer Forschung zum jeweiligen Jahresthema (s.o.) für maximal 24 Monate gefördert. Das projekt-individuelle Fördervolumen kann bis zu 100.000 Euro/Projekt und Jahr betragen. Die Anzahl der geförderten Projekte und die Bewilligung einer Förderung sind abhängig von den für die Forschung zur Verfügung stehenden zweckgebundenen Mitteln und der Beschlussfassung durch den Geschäftsführenden Vorstand. Beginn der Förderung ist frühestens ab Mai 2022 möglich.

Ihre vollständigen Antragsunterlagen senden Sie bitte bis zum 30. November 2021 (Eingangsfrist) mit dem Betreff: „Einzelprojekt Forschungsförderung“ an referat-gsdmsgde. Weitere Informationen zum Antrag sowie dem unabhängigen Begutachtungsprozess entnehmen Sie bitte den Richtlinien zur Forschungsförderung der DMSG, Bundesverband e.V. und unserer Website unter www.dmsg.de/unsere-aufgaben/wir-foerdern-die-forschung.

Wir freuen uns auf Ihre Antragseinreichung!

Die DMSG-Forschungsförderung für Einzelprojekte wurde 2020 u. a. unterstützt von: Celgene GmbH/Brystol Myer Squibb, Merck Serono GmbH, Novartis Pharma GmbH, Roche Pharma AG, Sanofi Aventis GmbH

Quelle: DMSG Bundesverband e.V. – 29.09.2021

Hinweis:


Die Vielzahl der MS-Medikamente macht es Betroffenen schwer, den Überblick über die infrage kommenden Medikamente zu erlangen. Daher heißt das Editorial auch überspitzt: Blicken Sie noch durch? – Eine Hilfe für MS-Patienten

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