Forschungsergebnisse leicht verständlich erklärt:

22. Oktober 2021 | Kategorie: Alltag mit MS

Online-Symposium zur Forschungsförderung des DMSG-Bundesverbandes

In einem neuen digitalen Format stellt die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), Bundesverband e.V. am 20. November ab 10 Uhr die Ergebnisse ihrer Forschungsförderung der Jahre 2016 und 2017 vor. Die prämierten Forscher präsentieren ihre Studienergebnisse in allgemeinverständlicher Form.

Im Jahr 2015 haben der Ärztliche Beirat und der Geschäftsführende Vorstand der DMSG beschlossen, eine eigene Forschungsförderung ins Leben zu rufen, um insbesondere jungen Nachwuchsforschern im Bereich der Multiplen Sklerose die Möglichkeit zu geben, sich mit den Grundlagen der Erkrankung forschend auseinanderzusetzen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Seit dem Jahr 2016 schreibt der DMSG-Bundesverband jährlich neue Themen aus. Die Themen werden gemeinschaftlich von Ärztlichem Beirat und dem Bundesbeirat MS-Erkrankter (BBMSE) ausgewählt und die Einsendungen durch international renommierte Neurologen auf dem Gebiet der MS begutachtet. Ein oder zwei Projekte werden aufgrund der Bewertung der Gutachter und der Empfehlung des Ärztlichen Beirates und seit dem Jahr 2019 auch auf Grundlage einer Empfehlung des BBMSE gefördert. Je Projekt stehen für die Laufzeit von höchstens 24 Monaten maximal 200.000 Euro Fördergelder zur Verfügung.

‚Forschung muss einen Bezug zur besseren Behandlung chronischer Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose haben. Das von der DMSG aufgelegte Forschungsprogramm richtet sich auf Fragen, die aus der langen medizinischen Erfahrung zur MS kommen und helfen sollen, über die neuen Erkenntnisse auch eine bessere Behandelbarkeit der MS zu erzielen‘, erklärt Prof. Dr. med. Ralf Gold, Vorsitzender im Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes und Direktor der Neurologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum am St. Josefs-Hospital, die Ziele der DMSG-Forschungsförderung. Seit 2016 konnten bereits neun Projekte gefördert werden, von denen drei bereits vollständig abgeschlossen sind. Ein Projekt wurde bedingt durch die Pandemie verlängert und wird im Jahr 2022 abgeschlossen. Die Projekte aus den Jahren 2018 bis 2020 sind noch in vollem Gange.

Die beiden Förderjahre 2016 und 2017 standen im Zeichen von Markern und Mechanismen der progredienten Multiplen Sklerose, das bedeutet, der Suche nach Hinweisen im Blut bzw. in den Zellen (Genen) für den Verlauf der bereits fortgeschritten MS-Erkrankung. Im Onlinesymposium stellen die vier geförderten Forscherteams ihre Arbeiten in allgemeinverständlicher Sprache vor und stellen sich den Fragen der Teilnehmer.

Programm

  • 10 Uhr: Begrüßung durch die Vorsitzende der DMSG, Prof. Dr. med. Judith Haas und den Vorsitzenden des Ärztlichen Beirates, Prof. Dr. med. Ralf Gold
    Grußwort vom Schirmherrn der DMSG, Bundespräsident a.D. Christian Wulff und Grußwort von Claudia Schilewski, Vorsitzende des Bundesbeirates MS-Erkrankter  
  • Ab 10.15 Uhr: 
  1. Prof. Dr. med. Martin Kerschensteiner: Komplement-vermittelte Pathologie in progredienten MS Modellen
  2. Prof. Dr. med. Stadelmann-Nessler: Krankheitsspezifische Veränderungen in der normal erscheinenden weißen und kortikalen grauen Substanz im Gehirn als hauptsächliche Einflussfaktoren der fortschreitenden MS-Erkrankung.
  3. Prof. Dr. med. Armin Nagel: Kalium (K+) im Gewebe versus Natrium (Na+) als neuer Marker bei progressiver Multipler Sklerose
  4. Prof. Dr. med. Hayrettin Tumani: Explorative Studie über neue Blut – Biomarker bei progredienter Multipler Sklerose (EmBioProMS)
  5. Prof. Dr. med. Uwe Zettl und Alexander Stahmann: Beobachtungsstudie Corona-Schutzimpfung bei Multipler Sklerose
  6. Ausblick auf die laufenden Studien der Forschungsförderung 2018 bis 2020.

Der Bundesbeirat MS-Erkrankter begrüßt, dass die Studienergebnisse durch das Online-Symposium auch für medizinische Laien nachvollziehbar gemacht werden: „Noch immer gehört die Multiple Sklerose zu den noch nicht heilbaren Krankheiten. Daher ist die Förderung der unabhängigen Forschung zur Verbesserung der Behandlungsoptionen für uns Betroffene eines der wichtigsten Ziele unserer Organisation. Es ist für uns ein großes Geschenk, dass wir nicht nur die Möglichkeit haben, diese Forschung zu unterstützen, sondern seit 2020 auch am Prozess der Projektauswahl aktiv beteiligt sind. Diese aktive Beteiligung bedingt eine laienverständliche Formulierung der teils sehr komplexen und fast immer hoch-wissenschaftlichen Projekte. Das geplante Symposium macht es erstmals möglich, dass sich alle interessierten Mitglieder unseres Vereins durch die geförderten Institute über deren Aktivitäten informieren lassen. Wir danken allen Mitwirkenden für ihren Einsatz“, betont Claudia Schilewski, Vorsitzende des BBMSE.

Bitte melden Sie sich per E-Mail unter Symposium@dmsg.de an.
Sie erhalten einige Tage vor dem Termin einen Link als Zugang zum Symposium.

Quelle: DMSG-Bundesverband, Verbandsmagazin aktiv! – 22.10.2021

Quelle: DMSG Bundesverband e.V. – 22.10.2021

Hinweis:


Die Vielzahl der MS-Medikamente macht es Betroffenen schwer, den Überblick über die infrage kommenden Medikamente zu erlangen. Daher heißt das Editorial auch überspitzt: Blicken Sie noch durch? – Eine Hilfe für MS-Patienten

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