KKNMS: Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose

3. Januar 2019 | Kategorie: Multiple-Sklerose Quellen

Eines von bundesweit 21 Kompetenznetzen in der Medizin

Das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) ist ein interdisziplinäres deutschlandweites Forschungsnetzwerk.

Auf der Website heisst es:

Es ist eines von 21 Kompetenznetzen in der Medizin, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiiert wurden. Sie alle verfolgen das Ziel, Forscher zusammenzubringen, um die Patientenversorgung zu verbessern. Das KKNMS wird seit 2009 vom BMBF finanziell unterstützt und befindet sich aktuell in seiner dritten Förderphase.

Multiple Sklerose ist nach wie vor nicht heilbar. Hochrechnungen zufolge sind mindestens 200.000 Menschen in Deutschland betroffen – zwei Drittel davon sind Frauen. Der Fokus der geförderten Projekte liegt daher auf der langfristigen Verbesserung der MS-Diagnose, -Therapie und Versorgungsqualität. Ein schneller Transfer der Forschungserkenntnisse in die Praxis wird angestrebt.

In der dritten Förderphase bis Ende 2018 werden insgesamt 21 Projekte aus Klinischer Forschung und Grundlagenforschung durchgeführt.

Zentraler Ansprechpartner für alle Mitglieder, Interessierte und Förderer ist die Geschäftsstelle des KKNMS. Ihr Sitz ist in München.

Multiple Sklerose im Verlauf beobachten und Nebenwirkungen aufzeigen

Klinische Studien helfen, eine Krankheit besser verstehen zu können. Die Beobachtung einer größeren Anzahl an Patienten über einen gewissen Zeitraum deckt Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Krankheitsverlauf und Therapieansprechen auf und kann im besten Fall sogar mit bestimmten medizinischen Parametern in Verbindung gebracht werden.

Eines der Kernprojekt des KKNMS ist die Kohortenstudie (NationMS), die seit der ersten Förderperiode besteht und auf eine Gesamtlaufzeit von mindestens zehn Jahren angelegt ist. Eine Vielzahl der zur dritten Förderperiode zugelassenen Projekte baut auf diese Langzeitstudie auf oder nutzt die zugehörigen Infrastrukturen.

Der MS-Kohortenstudie wird mit Beginn der dritten Förderperiode eine NMO-Kohorte zur Seite gestellt. Ziel ist es, die Patienten beider Kohorten zu vergleichen und so Diagnosekriterien zu verfeinern.

Bereits seit 2012 läuft das Immuntherapieregister (REGIMS), in dem Nebenwirkungen, die sich durch die Medikamente aus Basis- und Eskalationstherapie ergeben, dokumentiert werden. Ziel ist, bislang unbekannte Risiken, die vor allem neue Therapien mit sich bringen können, frühzeitig zu erkennen. Auch REGIMS wird eng mit der KKNMS-Biobank vernetzt werden.

Ein weiteres Projekt aus dem Bereich der Versorgungsforschung untersucht in Form einer multizentrischen, prospektiven Studie die Auswirkung von verbesserter Information auf die Entscheidungsfindung und -adhärenz von Patienten (DECIMS).

Quelle: www.kompetenznetz-multiplesklerose.de

Hinweis:


Die Vielzahl der MS-Medikamente macht es Betroffenen schwer, den Überblick über die infrage kommenden Medikamente zu erlangen. Daher heißt das Editorial auch überspitzt: Blicken Sie noch durch? – Eine Hilfe für MS-Patienten

Diese Website soll Ihnen behilflich sein, sich einen möglichst vollständigen Durchblick zu verschaffen!

Multiple-sklerose.com richtet sich in erster Linie an Patienten und ihre Angehörige.

Keinesfalls stellt diese Website einen medizinischen Rat oder eine Therapie-Empfehlung dar! Als Apotheker möchte ich die ärztliche Verschreibung bereichern und ergänzen. Generell kommt der Apotheker dem Informationsbedürfnis des Patienten gerne nach. Die Information kann in der Apotheke erfolgen, oder aber auch – wie hier – im Internet.

 

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