Eskalationstherapie

In Abgrenzung zur Basistherapie

Die Eskalationstherapie („Intensivtherapie“) kann sowohl zur Ersttherapie („Hit-hard-and-early-Strategie“; s.u.) als auch in einem zweiten Schritt eingesetzt werden. Zum Prinzip, die Eskalationstherapie von Anfang an einzusetzen, wird von Fachleuten immer mehr geraten (s.a. nächster Absatz).

Wirkstoffe der Eskalationstherapie sind:

Das in der EU im Juli 2016 zugelassene Daclizumab (ZYNBRITA®), das ebenfalls zu den Medikamenten der Eskalationstherapie zählt(e), wurde im März 2018 wegen starker Nebenwirkungen wieder vom Markt genommen. (Quelle: Biogen und AbbVie geben die eigenverantwortliche weltweite Rücknahme der Marktzulassung von Zinbryta (Daclizumab) zur Behandlung der Multiplen Sklerose bekannt.)


Hit-hard-and-early-Strategie

Die Wirksamkeit der Basistherapie lässt sich in etwa mit ca. 30 – 40% Schubreduktion gegenüber den (hoch-)aktiven Therapien in Höhe von ca. 50 – 70% Schubratenreduktion beschreiben. Angesichts der Tatsache, dass in ca. 50% der Fälle mit einem Schub eine Behinderungsprogression einhergeht, setzt sich die so genannte Hit-hard-and-early-Strategie mehr und mehr durch. Experten empfehlen, gleich zu Beginn mit den Medikamenten der Eskalationstherapie zu beginnen.

Die Frage, wer soll wann die besonders effektiven Medikamente der Eskalationstherapie erhalten, bekam kürzlich eine neue Diskussionsgrundlage: Im Januar und Februar 2019 wurden dazu die Ergebnisse zweier Studien veröffentlicht, über die auch hier – „Hit hard and early“ im Vergleich zur Stufentherapie – berichtet wird.


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