KESIMPTA® (Ofatumumab)


In der EU seit März 2021 zugelassen

Novartis erhielt für Kesimpta® (Ofatumumab) im Januar 2021 vom CHMP Ausschuss der EMA eine positive Stellungnahme für die Zulassung zur Behandlung erwachsener Patienten mit aktiven rezidivierenden Formen der Multiplen Sklerose (s.a.: Meeting highlights from the Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP), 25. bis 29. Januar 2021). Die Zulassung erfogte im März 2021 (s.a.: Novartis receives EU approval for Kesimpta® (ofatumumab), the first and only self-administered, targeted B-cell therapy for adult patients with relapsing multiple sclerosis).

Bei Ofatumumab handelt es sich um einen vollständig humanisierten monoklonalen Antikörper, der auf CD20-Rezeptoren von B-Zellen abzielt. Die Vorteile von Kesimpta® sind seine Fähigkeit, Rückfälle zu verhindern und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.

Infektionen der oberen Atemwege und Injektionsreaktionen waren in Studien die häufigsten unerwünschten Reaktionen.

Kesimpta ist als 20 mg Lösung zur Injektion für die monatliche, subkutane Verabreichung erhältlich. Der Wirkstoff von Kesimpta® ist Ofatumumab, ein vollständig humaner monoklonaler Antikörper, der sich gegen einen Rezeptor namens CD20 richtet, der auf den B-Zellen exprimiert wird.

Der Nutzen von Kesimpta® liegt laut EMA in der Fähigkeit, Rückfälle zu verhindern und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Infektionen der oberen Atemwege und injektionsbedingte Reaktionen.

Die vollständige Indikation lautet:

Kesimpta® ist indiziert für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) mit aktiver Erkrankung, die durch klinische oder bildgebende Merkmale definiert ist.

Die Ergebnisse zweier Phase-3-Studien im Vergleich zum Immunmodulator Teriflunomid wurden im New England Journal of Medicine (2020; DOI: 10.1056/NEJMoa1917246) publiziert.


Corona / COVID-19-Impfempfehlung von Personen mit Immundefizienz

Im Epidemiologischen Bulletin 39 (2021) vom 30. September 2021 des Robert Koch-Instituts wird auf die 11. Aktualisierung der STIKO zur COVID-19-Impfempfehlung von Personen mit Immundefizienz eingegangen. Auf Seite 7 findet sich eine Tabelle, in der unter „Therapien mit relevanter Einschränkung der Impfantwort“ die Anti-CD20- Antikörper, also z.B. Ofatumumab oder auch Ocrelizumab (Ocrevus®), aufgeführt werden. Hier wird – als weiteres Vorgehen bezgl. der COVID-19- Immunisierung – eine Optimierung der primären Impfserie durch zusätzliche Impfstoffdosis im Abstand ≥ 4 Wochen empfohlen. Ausserdem wird empfohlen, die Impfantwort vor und ≥ 4 Wochen nach der 3. Impfstoffdosis zu überprüfen.


Mehr Informationen über die Therapie der Multiple Sklerose

Diese Website beschäftigt sich nur wenig mit der Definition / den Ursachen / der Diagnose etc. der Multiplen Sklerose. Es geht auf dieser Website mehr um die unterschiedlichen Medikamente, die zur zur Behandlung der MS eingesetzt werden. Und zwar hier hauptsächlich in der Eskalationstherapie.

Die Vielzahl der MS-Medikamente macht es Betroffenen schwer, den Überblick über die infrage kommenden Medikamente zu erlangen. Daher heißt das Editorial auch überspitzt: Blicken Sie noch durch? – Eine Hilfe für MS-Patienten

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