MS und Impfen

Anwendungshinweise zu den von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen

Die Beobachtung, dass Infektionskrankheiten (z.B. Influenza) bei Personen mit MS das Risiko für einen Schub erhöhen können, unterstreicht die Notwendigkeit eines umfassenden Impfschutzes. Es konnten bisher weder Zusammenhänge zwischen Impfungen (Hepatitis B, Influenza, Tetanus) und einer Erkrankung an MS noch mit einer Schubauslösung bei vorliegender MS beobachtet werden. Einzelfälle eines MS-Schubes nach Gelbfieberimpfung wurden berichtet, dabei handelte es sich aber um eine kleine Fallserie (n=7) mit methodischen Schwächen, und ein kausaler Zusammenhang konnte nicht hergestellt werden.

Der o.a. Text stammt aus einer Arbeit, die im Bundesgesundheitsblatt 2019 mit dem Titel: Impfen bei Immundefizienz veröffentlicht wurde. Der Text ist freizugänglich und unter dieser Adresse aufrufbar:

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00103-019-02905-1.pdf

Auf Initiative der Ständigen Impfkommission (STIKO) hat in 2019 eine Arbeitsgruppe Anwendungshinweise für das Impfen bei Autoimmunkrankheiten, chronisch-entzündlichen Erkrankungen und unter immunmodulatorischer Therapie, z.B. bei Multiple Sklerose erarbeitet. Diese Anwendungshinweise sind keine STIKO-Empfehlungen. Sie sollen lediglich als Hilfestellung für Ärztinnen und Ärzte zu Impfungen bei Personen mit Immundefizienz dienen.

In Bezug auf die Anwendungshinweise der STIKO zu Totimpfstoffen unter DMTs ist folgende – verkürzte – Übersicht möglich:

Quelle: Wagner, N., Assmus, F., Arendt, G. et al. Impfen bei Immundefizienz. Bundesgesundheitsbl 62, 494–515 (2019). https://doi.org/10.1007/s00103-019-02905-1
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