Multiple Sklerose-Therapie: Reihe der Patientenhandbücher um Fingolimod und Glatirameracetat erweitert

24. September 2019 | Kategorie: Alltag mit MS

Eine Pressemeldung des Bundesverbandes der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft

Leicht verständliche und unabhängige Informationen über Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken der Wirkstoffe Fingolimod und Glatirameracetat haben der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) und das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) jetzt in zwei weiteren Patientenhandbüchern erstellt. Die handlichen Broschüren sollen MS-Erkrankte dabei unterstützen, aufgeklärt und auf Augenhöhe gemeinsam mit ihrem Neurologen eine Entscheidung für eine individuelle Immuntherapie zu treffen.

Die Forschung auf dem Gebiet der MS hat große Fortschritte gemacht. Immer mehr Therapeutika, die tief in das Immunsystem eingreifen, sind zugelassen. Umso wichtiger ist es, dass Patienten ermächtigt werden, die Vor- und Nachteile auf dem Weg zur individuell passenden Therapie mitzubestimmen.

Multiple Sklerose, die häufigste Erkrankung des Zentralen Nervensystems im jungen Erwachsenenalter, ist nach wie vor unheilbar. Die Therapie mit den verlaufsmodifizierenden Wirkstoffen soll vor neuen Schüben und der Zunahme der Behinderung schützen. Es ist für MS-Erkrankte von großer Bedeutung, laiengerecht über alle bekannten Aspekte aufgeklärt zu werden, um besser vorbereitet in ein Therapiegespräch mit dem Neurologen gehen zu können.

Wie wirken Fingolimod und Glatirameracetat?

Die vorliegenden Patienteninformationen zu Fingolimod und Glatirameracetat fassen das jeweilige Wissen über Wirkweise, Wirksamkeit, Nebenwirkungen und Risiken zusammen und beruhen auf den Zulassungsstudien des jeweiligen Wirkstoffes.

Konzeption und Inhalt der Broschüren wurden wissenschaftlich von MS-Experten erarbeitet, die Lesbarkeit und Verständlichkeit von MS-Erkrankten geprüft.

Federführend verantwortet wurde die inhaltliche Arbeit an den Patientenhandbüchern von MS-Experten aus dem Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes, Prof. Dr. med. Christoph Heesen (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) und Prof. Dr. med. Uwe Zettl (Universitätsmedizin Rostock) bei dem Handbuch zu Glatirameracetat, und bei dem Handbuch zu Fingolimod zusätzlich von Prof. Dr. med. Mathias Mäurer (Juliusspital Würzburg). Die Informationen sind außerdem mit Betroffenenvertretern Dr. Edeltraud Faßhauer und Dr. Jutta Scheiderbauer sowie Vertretern des Bundesbeirats MS-Erkrankter (BBMSE) der DMSG abgestimmt.

Im Hauptteil der Broschüre werden Wirkweise, Einnahme und notwendige Kontrolluntersuchungen sowie Daten zur Wirksamkeit des Medikaments und zu den Nebenwirkungen ausführlich dargestellt. Im Anhang finden sich Hintergrundinformationen, ein Glossar der wichtigsten Begriffe und ein Entscheidungsleitfaden.

Eine Übersicht über alle zugelassenen Medikamente sowie eine Faktenbox, die alle Schlüsselinformationen aus den Studien zusammenfasst, vervollständigen die Informationen. Darüber hinaus liegt jedem Handbuch ein Fragebogen bei, der von den Patienten ausgefüllt werden sollte, um die Qualität der Informationen weiter zu verbessern.

Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) hat die vorliegenden beiden Patientenhandbücher finanziell gefördert.

Die Broschüren im DINA 5-Format können unter www.dmsg.de/shop und bei den DMSG-Landesverbänden ab sofort bestellt werden. Außerdem werden sie als PDF zum Download unter www.dmsg.de und www.kompetenznetz-multiplesklerose.de angeboten.

Quelle: DMSG-Bundesverband e.V. – 24.09.2019

Redaktion: DMSG Bundesverband e.V. – 24.09.2019

Hinweis:


Die Vielzahl der MS-Medikamente macht es Betroffenen schwer, den Überblick über die infrage kommenden Medikamente zu erlangen. Daher heißt das Editorial auch überspitzt: Blicken Sie noch durch? – Eine Hilfe für MS-Patienten

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