Stellungnahme von Merck zur Spende von Rebif® (Interferon beta-1a)

5. August 2020 | Kategorie: Nachrichten zu Medikamenten

für die ACTT-3-Studie des US-amerikanischen National Institute of Allergy and Infectious Diseases

05 Aug 2020 | Darmstadt, Deutschland

STELLUNGNAHME

Im Rahmen der globalen Bemühungen zur Untersuchung potenzieller Therapien für COVID-19 sowie unserer Unterstützung unabhängiger Forschung, stellt Merck dem US-amerikanischen Forschungszentrum National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), das Teil der US-Behörde National Institutes of Health (NIH) ist, 3000 Einheiten von Rebif® (subkutanes Interferon beta-1a) als Studienmedikation für die ACTT-3-Studie (Adaptive COVID-19 Treatment Trial 3) zur Verfügung. In die Studie eingeschlossen werden erwachsene COVID-19-Patienten aus den USA sowie anderen Ländern, die sich in stationärer Behandlung befinden. Die Studie unter Leitung des NIAID bewertet Rebif® in Kombination mit Remdesivir im Vergleich zu alleiniger Behandlung mit Remdesivir bei mehr als 1000 hospitalisierten erwachsenen COVID-19-Patienten, und untersucht die Genesungsdauer in der Gruppe unter Kombinationstherapie gegenüber der Patientengruppe unter Monotherapie mit Remdesivir.

Dies ergänzt unsere zuvor bekannt gegebene Produktspende von bis zu 300.000 Einheiten von Rebif® für die vom französischen Institut für Gesundheit und medizinische Forschung (INSERM) und von der Weltgesundheitsorganisation initiierten internationalen Studien DisCoVery bzw. SOLIDARITY.

Rebif® wird zur Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose (MS) angewendet. Rebif® ist bisher von keiner Zulassungsbehörde für die Behandlung von COVID-19 oder als antiviraler Wirkstoff zugelassen.

Wir bei Merck arbeiten für einen technologischen Fortschritt, der allen zugutekommt. Wir möchten das Leben von Patienten nachhaltig verbessern. Daher sind wir fest entschlossen, zu Lösungen im Zusammenhang mit globalen Gesundheitskrisen wie COVID-19 beizutragen. Wir arbeiten weiterhin eng mit Gesundheitsbehörden zusammen, um den Bedürfnissen der COVID-19-Patienten Rechnung zu tragen.

Weitere Informationen zu dieser Studie finden Sie unter https://www.niaid.nih.gov/news-events/nih-clinical-trial-testing-remdesivir-plus-interferon-beta-1a-covid-19-treatment-begins.

Über Rebif® (Interferon beta 1-a)

Rebif® (Interferon beta-1a) ist ein krankheitsmodifizierendes Medikament zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS). Es ähnelt dem körpereigenen Interferon-beta-Protein. Die Wirksamkeit von Rebif® bei chronisch-progredienter MS ist nicht nachgewiesen. Der genaue Mechanismus ist unbekannt.

Rebif® wurde 1998 in Europa und 2002 in den USA zugelassen und ist in mehr als 90 Ländern weltweit registriert.

Rebif® kann mit dem elektronischen Autoinjektor RebiSmart® verabreicht werden (nicht zugelassen in den USA) oder dem Einweg-Pen RebiDose® für den einmaligen Gebrauch. Für die manuelle Injektion steht der Pen RebiSlide™ mit Mehrfachdosen zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es den Autoinjektor Rebiject II® sowie gebrauchsfertige vorgefüllte Spritzen für die manuelle Injektion. Diese Injektionshilfen sind nicht in allen Ländern zugelassen.

Im Januar 2012 genehmigte die Europäische Kommission die Indikationserweiterung von Rebif® zur Anwendung bei Multipler Sklerose im Frühstadium.

Bei Patienten mit vorangegangenen Depressionen, Lebererkrankungen, Funktionsstörungen der Schilddrüse und Krampfanfällen sollte Rebif® mit Vorsicht angewendet werden. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören grippeähnliche Symptome, Reaktionen an der Einstichstelle, Erhöhung der Leberenzymwerte und Anomalien des Blutbilds. Patienten, vor allem Personen mit Depressionen, Krampfanfällen oder Leberfunktionsstörungen, sollten mit ihrem Arzt besprechen, ob Rebif® das geeignete Medikament für sie ist.

Quelle: Merck

Autor / online gestellt: CWF

Hinweis:


Die Vielzahl der MS-Medikamente macht es Betroffenen schwer, den Überblick über die infrage kommenden Medikamente zu erlangen. Daher heißt das Editorial auch überspitzt: Blicken Sie noch durch? – Eine Hilfe für MS-Patienten

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